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Psychoanalyse und Philosophie e. V., Düsseldorf
Mitglied in der Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik Düsseldorf e. V.
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Veranstaltung des Instituts für Philosophie
der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf:

Samstag, 02. Februar 2019, 14.00 - 19.00 Uhr
Haus der Universität, Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf

Kunst und Geschlecht

Tagung mit:
Prof. Dr. Christoph Weismüller, Dionissios Vajas, M. A., Gertrud Lettau, M. A., Andreas Normann, M. Sc.,
Hans-Christian Pultke, Ass. jur., Christina Vedar, M. A., Axel Schünemann.

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EINTRITT FREI. Anmeldung erbeten bei Prof. Dr. Christoph Weismüller unter:
Mail:
weismueller@phil-fak.uni-duesseldorf.de Telefon: 0211 - 228172 Fax: 0211 - 6912121


Kunst und Geschlecht

Das zentrale Thema der Kunst — in Bild, Musik, Text, Tanz und anderen Inszenierungsformen — ist, so der leitende Gedanke dieser Veranstaltung, das Verhältnis der Geschlechter. Womöglich gibt es Kunst und deren Ausdifferenzierung zwischen Klang, Ton, Bewegung und bildlicher Ruhe vor allem um einer Bemeisterung der Probleme willen, die auf der Grundlage der Geschlechter- und Generationendifferenzen allererst ihr Aufkommen gefunden haben. Das hervorstechende Merkmal der Künste ist es allerdings, nicht nur an einer ästhetischen Bemeisterung der fundamentalen Konflikte und Untaten zu laborieren, sondern insbesondere daran, die Konflikte und die Gewaltförmigkeit solcher Bemeisterung bei Bewusstsein zu halten, zumindest als Gedächtnis zu wahren.

In allen ihren Gestalten handeln die Künste in Inhalt und Form von den großen Leiden und Leidenschaften, die zwischen den Geschlechtern respektive im Ausgang von deren Krisenverhältnis sich entfalten; sie handeln von der Liebe und vom Tod, von Hass, Wut, Angst, von den Nöten, der Freude, von den Anmaßungen, der Hybris und auch von dem Glück, das manchmal, über die Künste vermittelt, zu weilen vermag.

Leitend wird zum einen bedacht, inwieweit der Kunst selbst Geschlechtlichkeit zukommen könnte. Die Musen immerhin sind weiblich. Doch auch diese sind möglicherweise Erfindungen von Männern ... Zum anderen werden leitend sein die Fragen nach dem Wesen und dem Begehren der Künste, insbesondere der Malerei respektive der bildenden Kunst, sowie nach dem Verhältnis der Künste.

Programm

14.00 Uhr:

Begrüßung und Einleitung (Prof. Dr. Christoph Weismüller)

Dionissios Vajas, M. A.:
Psychisches Imprimé (Mann) und profan-bombastische Kontraexpression (Frau)

Gertrud Lettau, M. A.:
Kunst und Täuschung — Der Zauber Penelopes

Andreas Normann, M. Sc.:
Die Geschlechterdifferenz — Überlegungen zum Phänomen des Countertenors

ca. 15.40 – 16.10 Uhr: Pause

Hans-Christian Pultke, Ass. jur.:
Das Totem: das erste Kunstobjekt?

Prof. Dr. Christoph Weismüller:
"Sie gleitet in seinen Armen entseelt zu Boden."
Das Geschlechterverhältnis des Wagner'schen musikdramatischen Gesamtkunstwerks

ca. 17.30 – 17.50 Uhr: Pause

Christina Vedar, M. A.:
Wie weiblich ist die Kunst?
Geschlechterkonflikte in der bildenden Kunst

Axel Schünemann:
Orpheus und Eurydike — technisch realisiert
Gedanken zum Finale der Musik

ca. 18.50 – 19.00 Uhr:

Abschlussgespräch

Die Vortragenden

Gertrud Marianne Lettau, M. A., Philosophin, Literatur- und Sprachwissenschaftlerin, Autorin und Dozentin im Bereich Psychologie, Philosophie und Psychoanalyse, spezielle Vorlieben: Traumtheorie, Wahrheitstheorie und konstruktive Feminismuskritik.

Andreas Normann, M. Sc., Psychologe, psychotherapeutische Ausbildung in den psychoanalytisch begründeten Verfahren (IPD), Atem-, Sprech- und Stimmlehrer.

Hans-Christian Pultke, Assessor jur., Verwaltungsjurist in obersten Landesbehörden in Erfurt mit Tätigkeitsschwerpunkt Energierecht; studierte neben den Rechtswissenschaften: Philosophie, Germanistik und Informationswissenschaft an der Heinrich-Heine-Uni­versität Düsseldorf; Mitglied im Verein Psychoanalyse und Philosophie e. V.

Axel Schünemann, Komponist; philosophischer Autor; Vorstandsmitglied von Psychoanalyse und Philosophie e. V.; Mitgliedschaft im Kunstprojekt UNART e. V. (Kunst in der Psychiatrie).

Dionissios Vajas, M. A., Philosoph und Pathognostiker, Dozent am Institut Psychoanalyse und Philosophie e. V., Autor. Interessenschwerpunkte: Sprache als Grundinvention menschlicher Intelligenz, Mythen, Träume und psychische Phänomene, die eine naturwissenschaftliche Beschreibung und Auslegung nahelegen.

Christina Vedar, M. A., Soziologin (RWTH Aachen); Künstlerin und Kunsttherapeutin (Ausbildung am IEK in Köln) im eigenen Atelier für Kunsttherapie ART VEDAR in Aachen.

Christoph Weismüller, Dr. phil. habil., Professor im Fach Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; Leiter des Instituts für philosophische Beratung und Pathognostik in Düsseldorf.

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