Psychoanalyse und Philosophie e. V., Düsseldorf
Mitglied in der Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik Düsseldorf e. V.

Donnerstag, 17. Mai 2018, 19.30 - 21.30 Uhr

Gertrud Lettau
"Traumfrauen und Gender Bias"

"Das Geschlecht - die Frau - der Traum - das Begehren versus 'Gender Bias'"

Ort: Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Düsseldorf e. V.,
Freiligrathstraße 13, 40479 Düsseldorf

Teilnahmegebühr: Euro 7,50 / ermäßigt: Euro 5,- / Schüler und Studierende frei

Es mutet so an, als gäbe es keinen Tag mehr, an dem die Frau, die Frauen, vor allem die "Traumfrauen" nicht die Stimme erheben. Ihre Rede, eine einzige Klage über Reduzierung, Missachtung, Entehrung, Zerstörung, Entwürdigung und Ungerechtigkeit. Und der Mann? Er klagt auch! Er nennt es Hexenverfolgung oder Hexenjagd, wobei die Hexe dann aber der Mann wäre und die anklagenden Frauen als marternde Inquisitoren empfunden würden. "Hexenjagd ist was Anderes, ihr Memmen" - so las ich in einer Kolumne von Margarete Stokowski und sie hat Recht.

Die feministische Sprachwissenschaft währenddessen ist bemüht, die Frau nicht zu kurz kommen zu lassen in der Sprache. Was zu allerlei humoristischen Anhängseln führt.

Geschwunden sei die Aktualität der Frauenfrage, so der - diese frustran wirkende These inkludierende - Titel eines Sammelbandes in der Tradition der Jahrbücher unseres Vereins, im Jahrbuch 2010, witzigerweise fast ausschließlich von Nichtfrauen geschrieben. Das Gegenteil allerdings scheint inzwischen der Fall zu sein. Dem sollten wir uns ausgiebig widmen. Ausgehend von der Frage, ob Frauen anders träumen, über das Unaussprechliche und das Begehren bis hin zur Proliferation der unterschiedlichsten Geschlechteridentitäten, möchte ich mit Interessierten, also mit Ihnen zusammen, nachdenken.

Gertrud Lettau M. A., Studium der Philosophie und Germanistik in Düsseldorf; Gründungsmitglied und langjähriges Vorstandsmitglied von Psychoanalyse und Philosophie e. V. (Mitglied der Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik Düsseldorf e. V.); Dozentin ebendort; Philosophisch-pathognostische Beraterin; mehrjährige Tätigkeit am Philosophischen Institut der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie als Dozentin für Psychologie, Ethik und Sozialmedizin in der Krankenpflegeschule Neuss und der OTA-Schule Kaiserswerth und im Kinder- & Jugendzentrum Düsseldorf; Vortragstätigkeiten und Publikationen im Bereich Psychoanalyse und Philosophie; Arbeitsschwerpunkte: Philosophie der Geschlechterdifferenz, Traum-Schlaf-Gedächtnis-Theorie, Philosophie der Krankheit und Gewalt.