Psychoanalyse und Philosophie e. V., Düsseldorf
Mitglied in der Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik Düsseldorf e. V.
Das Jahrbuch Psychoanalyse und Philosophie ist das Mitteilungsorgan des Vereins Psychoanalyse und Philosophie e. V. (Mitglied in der Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik Düsseldorf e. V.). Von 2006 bis 2013 trug es unter der Herausgeberschaft von Rudolf Heinz und Christoph Weismüller den Untertitel Pathognostica. Derzeit wird es von Christoph Weismüller herausgegeben. In ihm nehmen hauptsächlich Forschungsarbeiten der Mitglieder des Vereins Platz. Darüber hinaus sind auch GastautorInnen zur Publikation relevanter Arbeiten zur Psychoanalyse, Philosophie, beider Vermittlung sowie zur Pathognostik geladen.

Redaktion (unter wechselnder Leitung): Lukasz Banka, M. A.; Gertrud Lettau, M. A.; Axel Schünemann; Dionissios Vajas, M. A.; Prof. Dr. Christoph Weismüller.

Redaktionsadresse ist die Vereinsadresse von Psychoanalyse und Philosophie e. V.:

Psychoanalyse und Philosophie e. V., Redaktion
Prof. Dr. Christoph Weismüller
Am Dammsteg 54
40591 Düsseldorf
Mail: mail@psychoanalyseundphilosophie.de

>> Alle Jahrbücher und Publikationen von Psychoanalyse und Philosophie e. V.


Aktuelle Ausgabe:

Krisis der Pathognostik
Psychoanalyse und Philosophie
Jahrbuch 2014/2015
Hg. von Christoph Weismüller
Düsseldorf: Peras Verlag 2016

134 Seiten, Fadenheftung,
21 x 14,8 cm,
Euro 12,-
ISBN 978-3-935193-31-3

Bestellungen richten Sie bitte an den PERAS VERLAG:

Prof. Dr. Christoph Weismüller
Am Dammsteg 54
40591 Düsseldorf

Telefon: 0211 / 228172

Fax: 0211 / 6912121

Mail: PerasVerlag@aol.com

Dieses Buch widmet sich der Aufarbeitung der "Lebensgeschichte" des Vereins Psychoanalyse und Philosophie e. V. und einer dem Vereinswesen kaum abdingbar immanenten und aktuell manifest gewordenen Krisis. Damit stellt sich zumal die Aufgabe selbstkritischer Selbsterfahrung. Solche Aufarbeitung vermag neue Möglichkeiten zu erschließen, verlangt indessen auch Zeit, Ruhe und Mut zu neuen Arbeitsformen. Auf diesen Wegen, die den Bereich der intellektuellen Aufarbeitung der "Vereins-Lebensgeschichte" durchziehen, versammelt das vorliegende Jahrbuch des Vereins Beiträge seiner Mitglieder zur Krisis der Pathognostik sowie zu den Möglichkeiten derer Verwindung.

Aus dem Editorial:

Eröffnet wird das Jahrbuch Krisis der Pathognostik mit Beiträgen zu einem im Frühjahr 2014 online gestellten Blog über die Zukunft des Vereins, über seinen Begriff und seine Aufgabe(n):

__ Axel Schünemann stellt das hermetisch wie hermeneutisch zur Erscheinung drängende dinggewordene Selbstgründungsbegehren der Schrift des zurückgetretenen Vorsitzenden in den Vordergrund seiner Voten.
__ Mit einer Darlegung der Schwierigkeiten von gnostischer Praxis, die Repräsentationen des Dingunbewussten in einer evidenten Form zu vermitteln, stellt und überantwortet Ralf Bohn dem Ding namens 'Verein' die Frage des Designs der Dinge.
__ Dionissios Vajas entfaltet eine intellektuelle Gesamtsicht der zwischen Lehrer, Schüler und Schriftwahrheit zirkulierenden Erkenntnis: der "objektalen Apokalypse des eigenen Unbewussten" und plädiert mithin gegen den Konfrontationskurs der "reinen, vollen Bewusstseinswahrheit".
__ Lukasz Banka widmet sich einer dingekstatischen Lektüre des Begriffs des Vereins, pointiert auf die ödipalen, narzisstischen und todestrieblichen Ein- und Ausschluss- gleich Opferverhältnisse.
__ Peter Reichartz gibt die Probleme des Totalitätsanspruchs der Pathognostik als die Dialektik ihrer zirkulären Selbsteinschließung zu denken, als die Frage, ob ein Weltkind, das in den Veranstaltungen seiner Institutionalisierung eher sich bestätigt, denn in Frage stellt, wachsen und gedeihen könne?
__ Dietrich Krebs schließt und wiedereröffnet zugleich die Diskussion mit der – am Beispiel der Quäker dargelegten – Frage der Öffnung der als Verein institutionalisierten Pathognostik.

Mit der finalen Frage nach einer radikalen institutionellen Öffnung greift der kaleidoskopartige Blog bereits auf den im objektiven Produktionsunbewussten modernster Medien angelegten Wandel der Möglichkeiten und Nichtmöglichkeiten einer Nichtenteignung pathognostischen Denkens voraus, wie auch die Voten und Fragen der Diskussion in den anschließenden Beiträgen zur Krisis der Pathognostik und ihrer Aufklärung produktiv gewendet wiederkehren:

So öffnet Lukasz Bankas Beitrag Vom Schaffen der Herausforderung, die Herausforderung zu schaffen im Dreiklang von Flucht, Heimat und Grenze den Blick auf die therapeutische wie pathogene Doppelnatur jeder Öffnung. In einer begleitenden Anmerkung weist Christoph Weismüller auf die verschiedenen Modi der Flucht und ihre todestriebliche Grundierung hin.

Hans Christian Pultkes Beitrag Quo vadis widmet sich – mittels der Selbsterfahrung einer im Übergang zum Einschlafen situierten Lektüre pathognostischer Schriften – dem 'genealogischen' Teil der Symptombezüge der 'Streitigkeiten' und stellt insbesondere das primärprozessuelle Geschlechtsproblem heraus: als Mangel der Zulassung des Körpers.

Auch die beiden folgenden Beiträge von Axel Schünemann und Dionissios Vajas referieren unter dem Titel Somniale Apokrisis auf das Übergangsproblem, auf einen Traum, der das in der Vorgeschichte der "Streitigkeiten" aufgekommene, aber kaum ausdiskutierte Verhältnis von Kunst und Philosophie in Pathognostik als "funktionales Phänomen" des Traums ausbeutet und so der fachpolitisch kritischen Betrachtung (Schünemann) und einer genealogisch-kontrapunktischen Supervision (Vajas) zugänglich macht.

Beiträge zum institutionellen Bruch und zum Pathocabaret, einem Text von Rudolf Heinz, der mit weiteren Schreiben an die Mitglieder des Vereins zum Austritt aufforderte, schließen sich an:

Peter Reichartz' Offener Brief an Heide Heinz und Rudolf Heinz antwortet auf die besagten Rundschreiben, indem er ihre Auseinandersetzungen auf die Abwehr des 'Wechsels akademischer Generationen' "als Schuldverschiebung im Namen der Genealogie" aufschließt und für eine Brechung des Zwanghaften und Verhärteten plädiert.

Christoph Weismüllers Mail an den Vorstand deutet das Pathocabaret hinsichtlich der dem Text entnehmbaren Vereins-Selbsterfahrung seines 'Gründers' als dessen Annäherung an eine Pathognostik des Vereins.

Axel Schünemann erwägt in seinem Beitrag Quo vadebaris, pathognostice associationis? das Pathocabaret als eine Selbstdarstellung der Pathognostik und erprobt im parodistischen Anhang Wozu Pathognostik? die Spiegelung pathognostischer Kritik an (gängiger) Philosophie.

Lukasz Bankas im Kontext des Theorieseminars geschriebener Beitrag Einige Überlegungen zum Begriff des Todestriebes und zur Unschärfe(relation?) (zwischen) der Bewegung der Wissenschaft und der wissenschaftlichen Bewegung durchdenkt die Aporien der Todestriebrepräsentanz, dieses Kerntheorems der Pathognostik, und erweitert mithin die Krisis der Pathognostik zur Krisis überhaupt des paradoxalen begriffsmischenden "Todestriebs des Todestriebs".

Im Beitrag Pathognostische Selbsterfahrung – ein Selbstbetrug? stellt Axel Schünemann die Probleme pathognostischer Selbsterfahrung – Selbstverschlingung des Pathognostikers mit seiner Theorie – zur Diskussion. Ein Anhang von Christoph Weismüller markiert Topoi und Fragestellungen der weiteren Diskussion und deutet als die Frage einer pathognostischen Immanenz dieser kritischen Wendung auf die faktische Fragilität der gleichwohl wichtigen Sanierungsgedanken hin.

Gertrud Lettau notiert mit ihrer Epode Töne des Abgesangs.

Liste aller Jahrbücher und Publikationen von Psychoanalyse und Philosophie e. V.:

1998 - 2006

Psychoanalyse und Philosophie. 1. Jg. Heft 1/1998.
Hg. von Psychoanalyse & Philosophie, Düsseldorf. Redaktion: Gertrud Lettau M. A., André Karger, Kerstin Keßler, Karl Thomas Petersen M. A., Redaktionsleitung: Dr. Christoph Weismüller. Layout: Kerstin Keßler. Düsseldorf: 1998.

Psychoanalyse und Philosophie 2. 2. Jg. Heft 1/1999.
Hg. von Psychoanalyse & Philosophie, Düsseldorf. Redaktion: Gertrud Lettau M. A., André Karger, Kerstin Keßler, Karl Thomas Petersen M. A., Redaktionsleitung: Dr. Christoph Weismüller. Satz: Kerstin Keßler. Düsseldorf: 1999.

Psychoanalyse und Philosophie 3. 3. Jg. Heft 1/2001.
Hg. von Psychoanalyse & Philosophie, Düsseldorf. Redaktion: Gertrud Lettau M. A., André Karger, Kerstin Keßler, Karl Thomas Petersen M. A., Redaktionsleitung: PD Dr. Christoph Weismüller. Satz: Kerstin Keßler. Düsseldorf: 2001.

Psychoanalyse und Philosophie 4. 4. Jg. 2003.
Redaktion: André Karger, Kerstin Keßler, Gertrud Lettau M. A., Thomas Rixe, Redaktionsleitung: PD Dr. Christoph Weismüller. Düsseldorf: Peras Verlag 2003.

Christoph Weismüller, André Karger (Hg.) Gewalt und Globalisierung. Düsseldorf: Peras Verlag 2004.

Psychoanalyse und Philosophie 5. Jahrbuch 2005, Düsseldorf: Peras Verlag 2005.

Christoph Weismüller, André Karger (Hg.) Gewalt und Globalisierung Band 2. Düsseldorf: Peras Verlag 2006.

2006 - 2012

Rudolf Heinz, Christoph Weismüller (Hg.) Psychoanalyse und Philosophie 6. Pathognostica, Jahrbuch 2006, Düsseldorf: Peras Verlag 2007.

Sondernummer
Rudolf Heinz, Todesnäherungen. Über Todestrieb, Urverdrängung, Zahlenmagie, Spekulative Chirurgie, Frühmetaphysik, Düsseldorf: Peras Verlag 2007.

Christoph Weismüller (Hg.), Fragen nach der Mathematik. Düsseldorf: Peras Verlag 2007.

Rudolf Heinz, Christoph Weismüller (Hg.) Neurowissenschaften und Philosophie. Psychoanalyse und Philosophie, Pathognostica, Jahrbuch 2007, Düsseldorf: Peras Verlag 2008.

Rudolf Heinz, Christoph Weismüller (Hg.) Psychoanalyse und Philosophie 7. Pathognostica, Jahrbuch 2008, Düsseldorf: Peras Verlag 2008.

Rudolf Heinz, Christoph Weismüller (Hg.) Histrionissima. Neue Studien zur Hysterie, Psychoanalyse und Philosophie, Pathognostica, Jahrbuch 2009, Düsseldorf: Peras Verlag 2009.

Heide Heinz, Christoph Weismüller (Hg.) Zur geschwundenen Aktualität der Frauenfrage. Psychoanalyse und Philosophie, Pathognostica, Jahrbuch 2010, Düsseldorf: Peras Verlag 2011.

Rudolf Heinz, Christoph Weismüller (Hg.) "Reklame für den schlechten Lauf der Dinge". Psychoanalyse und Philosophie, Pathognostica, Jahrbuch 2011, Düsseldorf: Peras Verlag 2012.

2012 - 2016

Christoph Weismüller (Hg.) Psychoanalyse und Philosophie 12/13. Pathognostica, Jahrbuch 2012/2013, Düsseldorf: Peras Verlag 2014.

Christoph Weismüller (Hg.) Krisis der Pathognostik. Psychoanalyse und Philosophie, Jahrbuch 2014/2015, Düsseldorf: Peras Verlag 2016.

24. 10. 2016

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